• Start
  • News
  • KVV und nextbike weiten Radverleihsystem in der Region aus

KVV und nextbike weiten Radverleihsystem in der Region aus

Anmelden, ausleihen und losradeln: Mit einem eigenen Fahrradverleihsystem baut der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) sein umweltfreundliches Mobilitätsangebot weiter aus und treibt gleichzeitig die Entwicklung des KVV zu einem Mobilitätsverbund voran. Ab dem 1. März 2019 ersetzt das Bikesharing-Angebot „KVV.nextbike“ das bisherige Verleihsystem „Fächerrad“. Dieses war bislang nur im Stadtgebiet von Karlsruhe verfügbar und soll nun auch in weiteren Teilen des Verbundgebietes etabliert werden. Die Stadt Baden-Baden hat sich bereits dafür entschieden, auch für ihre Bürger Mieträder zur Verfügung zu stellen. Der KVV steht zudem in engem Austausch mit weiteren interessierten Kommunen.

Für die bisherigen „Fächerrad“-Kunden ändert sich durch die Einführung des neuen Verleihsystems nichts. Wer bereits als „Fächerrad“- Kunde registriert ist, wird von der nextbike GmbH in den neuen Kundenstamm übernommen.

Den Zuschlag für den Betrieb des neuen Verleihsystems erhielt die nextbike GmbH. Bei der europaweiten Ausschreibung des KVV hatte sich das Leipziger Unternehmen, das seit 2014 bereits das Leihsystem „Fächerrad“ in Karlsruhe betrieben hatte, gegen die Mitbewerber durchgesetzt.

Städteübergreifendes Mobilitätsangebot

„Wir freuen uns, dass wir mit nextbike einen starken und erfahrenen Partner gewinnen konnten und wir die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre auch beim städteübergreifenden Ausbau dieses erfolgreichen Mobilitätsangebotes weiter fortsetzen können“, so KVV-Projektleiter Olaf Strotkötter. Für die Erweiterung des Verleihsystems „Fächerrad“ über die Grenzen der Fächerstadt hinaus hatte die Stadt den KVV mit der Ausschreibung betraut.

In Karlsruhe stellt nextbike ab dem Frühjahr 2019 über 300 fabrikneue Mieträder im Stadtgebiet auf. Die robusten Unisex-Räder sind alle mit einer Sieben-Gang-Nabenschaltung und einem Gepäckkorb mit einer Nutzlast von 25 Kilogramm ausgestattet. Sie verfügen über ein smartes fest in den Rahmen integriertes Schloss, das sich bei der Ausleihe automatisch öffnet. Wie beim Vorgängermodell „Fächerrad“ stehen die Drahtesel den Kunden im innerstädtischen Bereich von Karlsruhe und Durlach stationsungebunden zur Verfügung, das heißt, die Ausleihe und Rückgabe kann überall in dieser so genannten Flexzone erfolgen. Die außerhalb von festen Stationen abgestellten Räder werden von den nextbike-Mitarbeitern per GPS geortet, eingesammelt und anschließend an präferierten Standorten im Stadtgebiet – etwa wichtigen Verkehrsknotenpunkten, Haltestellen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten – wieder aufgestellt.

Zudem postiert nextbike in zwölf angrenzenden Stadtteilen (Waldstadt, Hagsfeld, Rüppur, Bulach, Oberreut, Grünwinkel, Daxlanden, Knielingen, Neureut, Nordweststadt, Durlach-Aue und Durlach Industriegebiet) 34 Räder an festen Terminals, an denen ebenfalls eine Ausleihe und Rückgabe möglich ist.

Umweltschonende Alternative zum Auto

„Wir freuen uns sehr, dass wir weiterhin in Karlsruhe Bike Sharing betreiben und das bisherige System weiter ausbauen können“, erklärt nextbike-Geschäftsführer Ralf Kalupner. „Fahrradverleihsysteme verändern die Mobilität in vielen Städten, vor allem wenn sie wie in Karlsruhe Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs sind. Gerade für Pendler, Studierende oder Touristen sind Mietfahrräder auf kurzen Strecken im Stadtgebiet eine umweltschonende Alternative zum Auto“, betont der nextbike-Geschäftsführer. Das 2004 gegründete Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern betreibt inzwischen in mehr als 60 deutschen Städten und 25 Ländern öffentliche Fahrradverleihsysteme.

Auch im Karlsruher Rathaus freut man sich über die Weiterführung des bewährten Modells unter neuem Namen und dessen Erweiterung über die Stadtgrenzen hinaus. „Karlsruhe zählt zu den drei fahrradfreundlichsten Kommunen Deutschlands und verfolgt eine klimafreundliche und ressourcenschonende Verkehrspolitik. Dieses attraktive Bikesharing-Angebot ist eine ideale Ergänzung zu unserem leistungsstarken ÖPNV. Es trägt entscheidend dazu, die Verkehrs- und Umweltbelastung hier vor Ort zu reduzieren und somit die gute Lebensqualität in unserer Stadt und in der Region zu erhalten“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Er hofft, dass zukünftig noch mehr Menschen vom Auto auf umweltfreundliche und kostengünstige Mobilitätsangebote umsteigen und dass möglichst viele weitere Kommunen im KVV-Verbundgebiet dem Beispiel der Fächerstadt und von Baden-Baden folgen und sich an dem Projekt beteiligen.

"Wir sind wir schon mittendrin in der Mobilitätswende"

Das interkommunale Fahrrad-Verleihsystem ist auch ein wichtiger Baustein bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des KVV von einem Verkehrs- zu einem Mobilitätsverbund. Perspektivisch sollen neben klassischen ÖPNV-Dienstleistungen mit Bahnen und Bussen auch die Mobilitätsangebote privater Dienstleister wie Carsharing- oder Fahrradverleihsysteme integriert bzw. weiter ausgebaut und miteinander vernetzt werden. Das Verleihsystem „KVV.nextbike“ soll fester Bestandteil der Mobilitätsplattform „regiomove“ werden, die der KVV derzeit mit anderen Partner aufbaut. „Während andernorts noch über die die Mobilität der Zukunft diskutiert wird, sind wir schon mittendrin in der Mobilitätswende. Die Menschen in der Region sind bereits multimodal unterwegs und nutzen für einen Weg verschiedene Verkehrsmittel. Dieser Entwicklung tragen wir Rechnung und wollen gemeinsam mit unseren starken Partnern den Kunden eine lückenlose Mobilitätskette aus einer Hand über diese zentrale IT-Plattform anbieten“, zeigt Strotkötter auf.

Unkomplizierte Ausleihe zum kleinen Preis

Die „KVV.nextbike“-Räder sind für jedermann nutzbar und die Ausleihe denkbar einfach: Nach einer schnellen und kostenlosen Registrierung, die entweder online über nextbike.de, über die nextbike-App oder die Kunden-Hotline möglich ist, kann man sich einfach per App die Standorte der Räder anzeigen lassen. Hat der Kunde ein Rad ausgewählt und gebucht, wird dieses automatisch freigeschaltet. Die Abrechnung erfolgt per Kreditkarte, Paypal oder Bankeinzug. Die nextbike-App gibt es kostenfrei im Google Play Store und bei iTunes.

Preislich ändert sich durch die Weiterführung von „Fächerrad“ unter der neuen Marke „KVV.nextbike“ nichts. Bei dem Basistarif kostet eine halbstündige Ausleihe einen Euro, für weitere 30 Minuten wird dann jeweils ein erneut ein Euro abgebucht. Bei mehr als viereinhalb Stunden Ausleihe wird automatisch der Tagessatz von neun Euro berechnet. Zudem gibt es bei „KVV.nextbike“ auch einen Jahrestarif für 48 Euro. Abo-Kunden des KVV erhalten weiterhin eine Ermäßigung. Sie können die Räder bei jeder Fahrt die ersten 30 Minuten kostenlos ausleihen und bezahlen für eine ganzjährige Nutzung von „KVV.nextbike“ nur 39 Euro.

Karlsruher Verkehrsverbund GmbH
Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist der drittgrößte Verkehrsverbund in Baden-Württemberg und mit über 20 Verkehrsunternehmen der bedeutendste Mobilitätsdienstleister am Oberrhein. Markenzeichen des KVV ist ein leistungsfähiges Gesamtnetz mit einem international beachteten Stadtbahnsystem, das die Region umsteigefrei mit der Karlsruher Innenstadt verbindet. Jährlich nutzen rund 170 Millionen Fahrgäste die attraktiven Nahverkehrsangebote des KVV, dessen Gesellschafter die Stadt- und Landkreise der Region Karlsruhe sind. Der 1994 gegründete KVV plant, koordiniert und verkauft die Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs im Auftrage seiner Gesellschafter und der beteiligten Verkehrsunternehmen. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Planung eines leistungsfähigen Liniennetzes, die Abstimmung von Fahrplänen und das Angebot eines verbundweiten Gemeinschaftstarifs inklusive Verteilung der Fahrgeldeinnahmen. Zudem ist der KVV Ansprechpartner für die Kunden und verantwortlich für das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit. Als Betreiber des Testfeldes für autonomes Fahren beteiligt sich der KVV am Innovations-Wettbewerb für die Mobilität der Zukunft. Mehr Infos im Internet unter kvv.de

nextbike GmbH
nextbike ist Deutschlands Marktführer für Fahrradverleihsysteme. Die nextbike GmbH wurde 2004 in Leipzig gegründet und betreibt inzwischen in mehr als 60 deutschen Städten und 25 Ländern öffentliche Fahrradverleihsysteme. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter und versteht sich als nachhaltiger Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs. nextbike bietet vor allem stationsbasierte Systeme, die durch die Möglichkeit der flexiblen Rückgabe der Räder ergänzt werden kann. Das einstige Start-up-Unternehmen ist mit seinem großen Produktportfolio und maßgeschneiderten Konzepten zudem ein zuverlässiger Partner für Stadtverwaltungen, Verkehrsbetriebe, Hochschulen und Geschäftskunden. Der mehrsprachige Kundenservice ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar. Vor Ort betreuen Serviceteams den Fuhrpark. Mehr Infos im Internet unter nextbike.de

Quelle: Pressemitteilung KVV und nextbike GmbH

Drucken